

Seit der Verleihung des "Leone d' Oro" (Goldener Löwe) an den amerikanischen Maler Jasper Johns in Venedig, ist auf's neueste bewiesen, daß die besten Künstler diejenigen sind, die ihren eigenen Eingebungen folgen und nicht den Moderegelungen des Momentes. Man ist es müde, Kilometer von einer Pseudokunst zu sehen, die lediglich Nachahmung und Mittelmäßigkeit darstellt. Sie erhält jedoch die Bejahung der Kritik, die ohne Kompetenz und Mut, sich ihre eigene Meinung zu bilden, die Ansichten anderer nachplappert. Es handelt sich um eine allgemeine, jedoch glücklicherweise nicht absolute Erscheinung. Es tauchen immer wieder Künstler und Kritiker auf, die ihre eigene Sprache sprechen, ohne anderen gefallen zu wollen. Aus diesen und anderen Gründen gefallen uns die Werke von Norbert Folberger. Aus unseren Gesprächen heraus ist zu erkennen, daß die Unabhängigkeit, die auf guter Technik, originellem Denken und einer authentischen künstlerischen Persönlichkeit aufgebaut ist.
Er hatte keine Eile, wie es bei einigen üblich ist; er wollte wissen, bevor er sich zeigte, er wollte kommen, um etwas zu sagen und um etwas sagen zu können. Aus diesem Grunde bietet uns seine Kunst das erfreuliche Resultat jemandes, dem es gelang, aus seiner Umwelt und vor allem aus seinen persönlichen und konsequenten Erfahrungen das Verständnis zu schöpfen, auf denen seine Arbeiten aufgebaut sind. Bei einer Analyse seiner Arbeiten empfindet man Ausdauer und den aufrichtigen Wunsch des Gelingens. Diese Suche ließ ihn einen wahren Künstler werden. Im Ringen mit sich selbst und sich stets verbessernd, fand er seinen Weg und seine Entfaltung. Der Wunsch, den richtigen Ausdruck zu finden, war und ist eine Konstante. In jedem Werk versucht er, die gewünschte Lösung zu erreichen. F. Schaefer
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michael marschhauser
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